Zum Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) gibt es inzwischen unzählige Infos und ist es nötig, aus diesem Pool an Informationsquellen die relevanten herauszufiltern. Besonders interessant wirds, wenn Google selbst Statements, Tipps und Hinweise darlegt.

Matt Cutts - ein zentraler Google Mitarbeiter und aktiver Blogger (siehe Blogroll rechts) - fasst in einem Interview mit USA Today kurz und knapp die zentralen Punkte für Suchmaschinenoptimierung zusammen und räumt auch mit einigen Falschinformationen aus der SEO-Szene auf.

Hier findet Ihr den Artikel in der USA Today inklusive des Videos vom Interview: “Google’s Cutts: Good directions drive traffic to your website”

Hier Matts Hinweise:

1. Positioniert die die Suchbegriffe zentral auf Eurer Seite:

Denkt darüber nach, was die Suchenden eingeben, um Euch zu finden. Ihr müsst sicherstellen, dass diese Suchbegriffe als Keywords auf Eurer Seite d.h. im Content enthalten sind.

2. Füllt die “tags” aus:

Eine Seite hat zwei “key tags” - zentrale Tags: title und description.

  • <title>XXXXX</title>
  • <description>XXXXX</description>

Selbst wenn Ihr vom Quelltext keine Ahnung habt, diese beiden Tags müssen sauber angelegt sein. Die Suchmaschinen zeigen in den SERPs (Search Engine Result Pages) meistens die Suchergebnisse in Form des Titles und der Description.

3. Werdet verlinkt:

Wenn bestimmte Seiten auf Euch verlinken, muss logischerweise ein Grund dafür gegeben sein - Eure Seite muss zum entsprechenden Thema relevant sein oder einfach nur cool, gut, witzig, frech ….

Je höher die Seite, die auf Euch verlinkt, von Google gewichtet wird, desto mehr Gewichtung hat der Link und damit mehr Auswirkung auf das Ranking.

4. Startet einen Blog und bloggt oft:

Mittels eines Blogs könnt Ihr sozial interagieren, ein Netzwerk aufbauen und Links vergeben oder Backlinks bekommen. Gleichzeitig könnt Ihr Content - Step by Step, Tag für Tag aufbauen.

5. Nutzt das Webmaster-Tool von Google:

Nutzt kostenlose Tools, konkret das Google Webmaster-Tool mit seinen Möglichkeiten und dem Reporting-Angebot.

Und abschließend die Don’ts:

Nicht übertreiben mit der Keyword-Dichte auf einer Seite (”keyword stuffing”). Da kanns zu einem NO von Google kommen und Eure Seite fliegt aus dem Such-Index.

Macht Eure Seite interessant, werdet verlinkt und Ihr rankt hoch. Dabei spielt es keine Rolle, ob mit der Seite geworben wird oder ob für den Inhalt, das Angebot der Seite bei Google geworben wird. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.

Sicherlich geht Matt nicht ins Detail, aber warum sollen Dinge komplizierter gemacht werden als sie sind ;)

In einem aktuellen Beitrag des Official Google Blogs ist zu lesen Google learns to crawl Flash.

Google hat anscheinend die Erkennung der Flash-Inhalte und insbesondere der Links im Flash optimiert. Allerdings gilt momentan immer noch - auch wenn Google in der Lage ist, textlichen Inhalt in Flash besser zu erkennen - sich doppelte Arbeit zu machen und neben den Flash-Dateien jeweils alternativen Content (textlich identisch!) zu erstellen. Der positive Effekt, nämlich die erheblich besseren Suchmaschinen-Rankings, rechtfertigen diesen Aufwand.

Als Flash-Fan freu ich mich über diese Entwicklung und hoffe darauf, dass die Suchmaschinen-Hürde bei Flash immer kleiner wird.

Google startet ein neues Affiliate-Netzwerk mit dem dem Namen Google Affiliate Network. Im Rahmen der Doubleclick-Übernahme hatte Google das Affiliate-Netzwerk Performics erworben und weiterentwickelt. Die damit verbundenen Möglichkeiten werden sicherlich in das bestehende Google-Angebot wie AdWords, AdSense … integriert werden.

Damit zeigt Google sein Interesse und seine Einschätzung des Potentials Affiliate-Marketings oder Affiliate-Business. Besonders nachvollziehbar ist diese Entscheidung beim Betrachten der Umsatzzahlen des Jahres 2007 inklusive des Wachstums der großen in Deutschland aktiven Netzwerke:

  • zanox: 166 Mio Euro - Wachstum von 55%
  • affili.net: 80 Mio - Wachstum
  • tradedoubler: 282 Mio - Wachstum von 53%

Bewundernswert ist wieder die Anspassungsfähigkeit von Google. Die Stimmen, die Google auf der einen Seite und die Affiliates auf der anderen Seite sahen, sind noch nicht verklungen und es wurde sogar davon geredet, dass Google den Affiliates den Krieg erklärt hat.

Strategisch ist der nun erkennbare Weg viel intelligenter als eine Konfrontation und es bleibt spannend, welche Wegweiser Google aufstellen wird.

Die Frage ist nicht mehr “Ob” die personalisierten Suchergebnisse bei Google kommen, sondern “Wann” sie scharf geschaltet sind. Inzwischen zeichnet sich sogar ab, dass Google die Ads nicht nur nach dem vorhergehenden Suchbegriff auswählt und ausgibt, sondern einige Suchbegriffe zurückschaut, um die Ads anzupassen. Bisher wurde in AdWords diese Funktion nur im Fall zweier direkt aufeinander folgender Suchanfragen unterstützt. Das System legt dabei den Inhalt der vorherigen Suchanfrage anhand des Referrer Headers der aktuellen Suchergebnisseite fest. (Ein Referrer Header ist ein Teil der Webseiten-URL, welcher die zuletzt geladene Webseite angibt.) Weitere Infos hierzu siehe Google AdWords-Hilfe

Warum ist dies besonders erwähnenswert?

Das besondere ist die technologische Herausforderung. Wird nur der vorhergehende Suchbegriff berücksichtigt, dann ist kein Cookie erforderlich. Wird allerdings ein Suchbegriff berücksichtigt, der schon vor vier Suchanfragen bei Google eingegeben wurde, dannn muss mittels eines Cookies eine Identifikationsnummer gesetzt werden, um die Suchbegriffe zusammen mit der Nummer zu tracken. Damit kann Google diese mittels des Cookies bestimmten Daten nutzen, um Ads entsprechend des Suchenden zu personalisieren.

[Was ist ein Cookie? Ein Krümel, Keks, eine kleine Information / Textdatei, die von einem Web-Server beim Client/User (über den Browser) im Rechner/PC eingetragen wird, um diesen beispielsweise immer wieder klar identifizieren zu können]

Bis jetzt hatte Google dieses Verfahren nicht bejaht.

Jetzt allerdings bestätigte Google das Testen von Wegen und Möglichkeiten - mittels der Verwendung gesammelter Daten - Ads gezielter den Suchenden zuzuspielen.

Saul Hansell schrieb am 26. Juni in der New York Times einen sehr interessanten Artikel hierzu und schildert seine Nachfrage bei Google - bei einem Produktmanager mit dem Namen Nick Fox:

“Mr. Fox was quick to say that this sort of approach is different from what Yahoo, AOL and others call behavioral targeting. Those sites look at what a user did a few days ago in order to show them ads about the same topic today. Advertising on a search engine, Google believes, is most effective if it relates to what the user is more recently searching for.

“We are trying to understand what the user is trying to do right now,” Mr Fox said. “In some cases, those queries are ambiguous, so you need a little more context.”

Google’s previous system of looking at a user’s immediate past query helped, but sometimes not enough.

“It is probably not just the previous query that matters,” Mr. Fox explained. “You want to know if the user is still doing the same thing. You wouldn’t want to go back a month. You wouldn’t want to go back a day. But you may want to go back two or three queries.””

Grundsätzlich sind die Bestrebungen seitens Google nachvollziehbar und es ist sicherlich im Sinne der Suchenden, der User, wenn die Suchergebnisse nicht nur in Bezug auf den Suchbegriff, sondern auch mit Blick auf die Relevanz für den Suchenden selbst optimiert werden.

Ein schönes Beispiel ist aus dem Reisebereich zu finden:

Ein User sucht bei Google erst nach “Spanien” und dann nach “Reise”. Wird bei der zweiten Eingabe “Spanien” mit berücksichtigt, dann entspricht das dem zweiten Suchanfrage “Spanien Reise”.

Auf Grund simpler Logik ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass der Suchende tatsächlich eine Spanien-Reise sucht.

Gibt der User aber bei Google “Ägypten”, “Griechenland”, “Italien”, “Spanien” und dann “Reise” ein, ist der Fall ein anderer. Dies bestätigt die Notwendigkeit der Berücksichtigung mehrerer vorangehender Suchanfragen.

Leider hats für unsere Jungs nicht gereicht ……

Aber dennoch hat Deutschland trotz Final-Niederlage einen EM-Champion vorzuweisen, Mai Dao Ngoc aus Dresden. Auf der Doodle4Google-Homepage sind die Finalisten inklusive ihrer Doodles zu sehen.

Gratulation zum Sieger-Doogle und hier isses:

doodle4google em08 champion - Google-Doodle

Klasse Aktion und wirklich tolles Google-Doogle.

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