Letzte Woche bin ich in der Süddeutschen Zeitung (Nr. 135 vom 12. Juni 2008) auf einen klasse Artikel gestoßen, der sich mit innovativer Produktentwicklung vor 1500 Jahren beschäftigt und wie folgt anfängt: - Zitat aus der Süddeutschen

“Von Unternehmen und Unternehmensberatungen wusste man vor 1500 Jahren in der nordamerikanischen Steppe nichts. Das Leben war eher praktisch ausgelegt. Als sich die Idee von Pfeil und Bogen verbreitete, gab es eben keinen Computer, der die Maße für den optimalen Pfeil berechnete. Stattdessen fertigten die Menschen auf der Suche danach etliche Varianten von Pfeilen und Pfeilspitzen an und probierten sie aus - an Bäumen und Bisons. Im Laufe der Zeit entwickelten sich so immer bessere Pfeile. “Systematische Qualitätssteigerung durch evolutionsbasierte Prozessoptimierung”, würden die Theoretiker von McKinsey und Co heute dazu sagen.”

A-B-Testings, Try and Error und weitere Begrifflichkeiten könnten hier noch angeführt werden, aber entscheidend ist dabei immer, dass die Folge zurückprojeziert wird auf die damit verlinkte Ursache.

“Fatale Folgen konnte es in dieser Zeit [Anm.: also vor 1500 Jahren] etwa bei Begegnungen mit wilden Tieren haben, wenn sich der Pfeil noch als - im modernen Vokabular ausgedückt - suboptimal herausstellte.”

Allerdings konnte damals die suboptimale Qualität einer Lösung doch schnell finalen Charakter annehmen und damit war sicherlich unter dem Aspekt der Risikominimierung ein “Never change a Running System” stets im Geist präsent. Aus diesem Grund waren Multivariate Testings sicherlich eine absolute Ausnahme ;)

Nein, soweit ist es mit Yahoo! noch nicht, aber die News zu dem “non-exclusive deal to include Google advertising” zeigen deutlichst, dass Yahoo! nur mit der Hilfe von Google gegen Microsoft bestehen kann.

Es ist eine schwache Vorstellung von Yahoo! und gleichzeitig das öffentliche Zugeständnis, dass Google im Searchadvertising die Nr.1 ist und dies mit großem, großem Abstand.

Durch die ständige Betonung “non-exclusive” - die wahlweise Einbindung von Google ads - wird die US Kartellbehörde vorausichtlich in kurzer Zeit den Deal abnicken und die Kooperation zwischen Yahoo! und Google offiziell werden.

Offizielle Aussagen von Google “We are proud of the advertising technologies we have built, which show users a relevant ad whether they are searching for a specific item or browsing the internet. This arrangement extends those benefits to Yahoo! and its many users, advertisers and publisher partners.” (Quelle:The Official Google Blog) weisen in diesem Zusammenhang zurecht auf die Basis der jetzigen Position von Google hin.

Indem Google den User in den Mittelpunkt gestellt hat und diesem User ein Maximum an Service, Qualität und Vorteilen bietet, haben die User und diejenigen, die über die Ads die User erreichen wollen, Google zu einer globalen Internet-Instanz gemacht. [hierzu auch klar und deutlich der dritte Absatz in "Our agreement to provid ad technology to Yahoo!"]

Irgendwie sind wir doch alle ein wenig google ;)

Spannend ist zu beobachten, wie Microsoft reagieren wird …

Der ideale Zeitpunkt ist in dem Moment gegeben, in dem der zukünftige Empfänger auf eine Mail oder einen Newsletter wartet bzw. Interesse für die Thematik eines Newsletters vorhanden ist.

Wann genau ist dieser optimale Zeitpunkt?

Logischerweise ist es in der Regel der Moment, in dem sich der Empfänger in den Newsletter-Verteiler einträgt. Der Empfänger ist aktiv und möchte Informationen in Form eines Newsletters erhalten, den er dann auch öffnen wird und liest.

Leider wird dieses große Erstinteresse - wie auch Stefan Rusche von der AGNITAS AG in der Internet World Business 11/08 betont - üblicherweise nicht genutzt. Meist wartet der Abonnement einige Tage auf seinen ersten Newsletter. Darüberhinaus wird sein Interesse nicht durch regelmäßige Newsletter in kurzen Abständen gepflegt, sondern man begnügt sich mit dem monatlichen Versenden eines kurzen, textlastigen Newletters.

Potentiale nutzen und Potentiale pflegen!

Das Potential eines neuen Abonnenten muss genutzt werden und sein Interesse an z.B. einem Online-Shop, der bestimmte Produkte anbietet, darf nicht erlöschen - bei der Anmeldung einen Newsletter zusenden und kontinuierlich nachlegen.

Zahlen aus der Praxis im Newsletter- bzw. Email-Marketing belegen mit ungewöhnlich hohen Öffnungs- und Klickraten das Dargelegte.

Konkreter Tipp: Sendet denjenigen, die den Kaufprozess nicht abgeschlossen haben, aber bereits ihre Daten hinterlegt haben, einen Newsletter zu - besonders effektiv ist die Berücksichtigung des Inhalts eines gefüllten Warenkorbes, bildet Gruppen/Cluster.

Im Hinblick auf die Kosten-Umsatz -Relation muss die Pflege der User, die z.B. zu einem Online-Shop finden und darüber hinaus auch noch so großes Interesse zeigen, dass sie einen Newsletter abonnieren, im Fokus stehen.

Latent Semantische Optimierung - LSO (oder neudeutsch Latent Semantic Optimization) wird in letzter Zeit in “Fachkreisen” häufig angeschnitten.

Aus Sicht der Suchmaschinen wird die Technologie, die dahinter steckt, als Latent Semantische Indizierung (Latent Semantic Indexing - LSI ) bezeichnet. Dabei durchforsten die Suchmaschinen - speziell Google schon seit einigen Jahren - die Seiten nicht nur nach einzelnen Keywords, sondern stellen thematische Zusammenhänge her. Die Systeme verstehen dabei die Bedeutung der Worte nicht, sind aber so konfiguriert, dass sie für die Relevanz-Beurteilung einer Seite zu bestimmten Begriffen das Vorhandensein weiterer Wörter im thematischen Umfeld zur Voraussetzung für eine gute Bewertung machen.

In anderen Worten ausgedrückt: LSI schaut nach Wortbeziehungen innerhalb des Seiteninhaltes. Ausgehend von bestimmten Keywords wird nach semantisch verwandten Worten gesucht. Werden semantisch verwandte Begriffe gefunden d.h. in ihrer Bedeutung im Zusammenhang stehende, dann wirkt sich das positiv auf die Relevanz-Bewertung des primären Keywords und damit die Position der Seite zu diesem Keyword aus.

Anforderung an die Suchmaschinenoptimierung - an den Suchmaschinenoptimierer:

In Zukunft wird es noch entscheidender werden, die Seiten nicht nur auf einzelne Keywords zu optimieren, sondern strategische Keywords im Kontext von semantisch verwandten Wörtern und zusammenhängenden Themenbereichen für die Suchmaschinen zu optimieren. Damit werden “gute” Inhalte wieder mehr in den Fokus der Seitenoptimierung gestellt und der oft zitierte Spruch “Content ist King” verliert nichts an Aktualität.

Eine effektive, nachhaltige Optimierung muss sich an den Prinzipien und Zielen der Suchmaschinen orientieren - oder treffender der Vorgabe von Google -, die damit dem Nutzer der Suchmaschine sinnvolle, hochwertige und relevante Ergebnisse liefern wollen. Es geht hier um die Qualität und damit Service im Sinne der Suchmaschinennutzer.

Die Generierung des idealen Content zu einem Thema mit Blick auf Google oder andere Suchmaschinen- die sogenannte Content DNA, ist und bleibt ein kontinuierlicher Contest und fordert einen - trotz einiger vorhandener Tools - zum Nachdenken auf. Die Herausforderung, möglichst nahe an den idealen Content nach Bewertung des Google-Suchalgorithmus zu kommen, wird in Zukunft geprägt sein durch die Ermittlung von den wichtigsten verwandten Begriffen und Phrasen. Keyword-Advertising und Suchmaschinenoptimierung (SEO) rücken weiter zusammen.

Hier ist das Google Doodle zur EM 2008.

Google Doodle Euro 08 - Em 2008 - Europameisterschaft

Beim Klicken auf das Doodle wird nach Euro 08 gesucht.

Endlich geht die Europameisterschaft los, das Fleisch ist eingekauft, das Bier ist kaltgestellt und der Grill vorbereitet.

Auch Google ist im Fußballfieber - seht selbst …Klicken

Und zur Einstimmung ein Video, das für die Bodensee-Fankurve wirbt - cooles Beispiel für virales Marketing.

Stimmt - “Wir können alles außer Hochdeutsch” ;)

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