Google weist auf einen der bedeutendsten Archikekten des 20. Jahrhunderts und Begründer des sogenannten Bauhauses hin. Vor 125 Jahren wurde Walter Gropius in Berlin geboren und gilt als einer der Väter des modernen Bauens. Unter Verwendung von Baustoffen wie Glas, Stahl und Beton dominieren in seinen Gebäuden neben der Zweckmäßigkeit vor allem Luft und Licht bzw. Sonne

Google Walter Gropius

Beim Klick auf Google im “Gropius-Design” wird automatisch auf die Google-Suchergnisseite zu Walter Gropius weitergeleitet.

Google schafft damit wieder einmal aktiv ein Bewußtsein bei den Nutzern der Google-Suche, indem gezielt auf ein Ereignis oder eine Person unübersehbar hingewiesen wird.

Am letzten Mittwoch fand der Web Analytics Wednesday, ein Event für Web Analytics Interessierte, in München statt. Besonders unter dem Aspekt “People’s-Business” und “Kontakte pflegen” sind solche Veranstaltungen zu empfehlen. Ich habe mich dann auch sehr gefreut, einige Bekannte wieder zu treffen und hier und da Infos aufzuschnappen.

Eigentlich wollte Yahoo! bzw. Indextools vertreten sein, aber die machten dann einen Rückzug, so dass dann Booming allein das Event sponserte und sich damit positionierte. In der Diskussionsrunde wurde zwar auf die Bedeutung von Web Analytics im Rahmen von Online-Marketing Maßnahmen oder allgemein formuliert für den ROI (Return on Investment) einer Online-Präsenz hingewiesen, aber der konkrete Arbeitsprozess und damit die Gewinnung von Daten, die Auswertung der Daten und das Arbeiten auf Basis gewonnener Handlungsinformationen blieb sehr unscharf.

Die Notwendigkeit, Web Analytics Tools einzusetzen, zweifelt heutzutage niemand mehr an. In den Diskussionen kristallisierte sich heraus, dass die meisten großen Unternehmen auf omniture setzen, o2 betonte seine Zukunft mit etracker. Spannend ist, wer sich mit welchem Tool durchsetzen wird und welche Tools den Anschluss in Bezug auf das Mögliche verlieren.

Scout24 war neben o2 das zweite “Nicht-Agentur”-Unternehmen im Panel. Dr. Filip Grizelj, Head of Online Marketing Scout24, skizzierte die Bedeutung von Web Analytics bei Scout24 und den einzelnen Scout-Töchtern. Anschaulich und verständlich legte er Zusammenhänge aus Unternehmenssicht dar und betonte, dass in dem Bereich bei Scout aktuell sehr stark gearbeitet und optimiert wird.

Als Vertreter von Booming nahm Freddy Mikulla an dem Panel-Austausch teil und betonte die technologische Kompetenz von Booming in Kombination mit Indextools. Unzweifelhaft hat Booming mit Indextools auf eine technologische Lösung gesetzt, die durch den Deal mit Yahoo! weiteren Rückenwind bekommt. Ob allerdings Indextools oder genauer Yahoo!-Indextools damit zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten für Google mit Google-Analytics wird, darf stark angezweifelt werden und wird sich in den praktischen Möglichkeiten des Tools und nicht in Visionen entscheiden.

Hier noch ein Foto von Teilnehmern der Panel-Runde - ohne Freddy Mikulla ..

Die Einteilung der Suchenden in bestimmte Gruppen - Cluster-Bildung - hat mich bisher meist nicht überzeugt. Bei dem schon erwähnten Google-Webinar wurde unterschieden in:

  • Spontaneous - seek to sellers and new releases
  • Humanistics - care about reviews
  • Methodicals - find by genre
  • Competitives - search by actor, title etc.

Die Frage, die damit beantwortet werden soll, ist “wie suchen die User der Suchmaschinen” und damit auch im logischen Anschluss “wie kaufen sie” ?!?!? oder “wie kann der Kaufprozess bzw. die Kaufprozesse aufgeschlüsselt werden”?

Wie sieht der sogenannte “Search Buying Cycle” (Interest - Research - Purchase) beim einzelnen User konkret aus?

Zur Beantwortung dieser Frage ist es unverzichtbar, sich mit dem Menschen an sich auseinanderzusetzen und sich zu fragen - Wie kann ich die Menschen einteilen?

Die Menschen können grundsätzlich in vier Charaktäre eingeteilt werden:

  • Choleriker
  • Sanguiniker
  • Melancholiker
  • Phlegmatiker

Damit können Tendenzen bei verwendeten Suchbegriffe interpretiert werden und in Ergänzung zur oben dargestellten Einteilung lassen sich damit Schlüsse ziehen, die einem Verständnis des Search-Buying-Cycles hilfreich sind. Besonders die richtige Wahl der Landing-Page oder klare Anweisungen zur Erstellung einer optimalen Landing-Page für bestimmte Keywords sind ohne das Wissen um Unterschiede bei den Usern inklusive deren Spezifika nicht möglich.

Eine genaue Ausführung zu den Charaktären wird folgen ..

Es wird Frühling und ich werde älter. Um nicht ganz in eine Midlife-Crisis vor meinem 34. Geburtstag zu verfallen, möchte ich mir ein paar coole Klamotten kaufen, die mich wieder zurückkatapultieren ins Leben. Da ich wenig Zeit und vor allem keine Nerven habe, durch München zu ziehen, nutze ich wie viele andere auch die Google, das Google oder einfach nur Google - und für die Oberschlauen “die Google-Suche”.

Ich beginne mit der Suche nach “Carhartt”. Die Marke erkennt man an einer symbolisierten Welle. Ist ein lockerer und cooler Style - macht mich nicht noch älter ;)

Frontlineshop.com - geklickt, weil ich den schon kenne. Die gewünschte Hose ist nicht in der passenden Größe zu bekommen. Wieder zurück.

Planet-Sports.de - geklickt. Hose ist in der passenden Größe vorhanden und ich nehm auch noch ein Polo-Shirt. Ah, Moment, cooles O’Neill Sweatshirt entdeckt, doch leider nur in XS vorhanden.

Ok - erst einmal Hosen und Polo-Shirt eingekauft und dann einfach mal bei Google nach “ONeill Sweatshirt” suchen, denn ich möchte genau dieses Sweatshirt in S haben. Nun beginnt der Alptraum für einen Informationssuchenden.

Erste Anzeige www.vertbaudet.de lockt mit “O’Neill bei Verbaudet” zum Klicken. Nada - gleich wieder zurück.

Zweite Anzeige - Planetsports, gibt ja nur XS.

Dritte Anzeige www.neckermann.de/Sweatshirt lockt mit “Sweatshirt supergünstig”. Da muss ich klicken, könnte ja mein O’Neill Sweatshirt als Schnäppchen dabei sein. Nada, kein O’Neill Sweatshirt zu erkennen und gibt’s auch nicht bei Neckermann. Also wieder zurück.

Vierte Anzeige www.dress-for-less.nl wirbt in Holländisch, aber ich klicke trotzdem. Es gibt O’Neill Produkte, aber kein Sweatshirt.

Fünfte Anzeige www.sportscheck.de schaut vielversprechend aus und ich klicke. Oh - nur ein Sweatshirt wird als einziges Produkt angezeigt. Naja - wieder zurück.

Bei Baur.de sehe ich nur Frauen - hätte wohl meine Suchanfrage deutlicher machen sollen. Zurück.

Nichts - Nichts - Nichts - Frust pur.

Erwähnenswert ist nocht www.bizrate.de - “Wir durchsuchen die Top Online Shops nach XXX”. Wenn ich “Oneill Sweatshirt” bei Google eingebe, danach suche - dann ist doch die Logik, dass die Top Online Shops nach “oneal short” durchsucht werden, etwas verquer. Oder nicht?

Es ist nachts um 1.30 Uhr und ich bin nach weiteren Suchanläufen fix und alle. Ich würde gerne Mails mit Hinweisen auf die Google-Hilfe, den Google-Adwords-Professional-Lernkatalog oder weitere Angebote von Google zur Aufklärung bzw. Schulung verschicken.

Match-Types (weitgehend oder genau passend …), negative Keywords oder auch die Grundlogik von Suchmaschinenmarketing bzw. Paid-Listing Kampagnen speziell Google-AdWords muss doch bekannt sein … - Ich als Suchender wünsche mir dies mit Blick auf die Qualität der Suchergebnisse.

Bis zum nächsten Selbstversuch und wenn Ihr mein O’Neill Sweatshirt in S findet, dann bitte eine Mail an mich - nicht getragen ;)

Frage zum Knobeln: Welcher User-Typ bin ich?

Schon gespannt, wo dieses Jahr die Ostereier versteckt sind?

Zum Zeitvertreib bis die Suche in Realtät startet hier eine Seite zu “Eastereggs“.

Auch Google hat ein Easteregg versteckt - http://www.google.de/Easter/feature_easter.html

Schöne Grüße und Viel Spass beim Suchen, Euer Stefan.

Kleiner Nachtrag aus dem Google-Watch-Blog:

Google-Watch-Blog und Eastereggs

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