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Die Frage ist nicht mehr “Ob” die personalisierten Suchergebnisse bei Google kommen, sondern “Wann” sie scharf geschaltet sind. Inzwischen zeichnet sich sogar ab, dass Google die Ads nicht nur nach dem vorhergehenden Suchbegriff auswählt und ausgibt, sondern einige Suchbegriffe zurückschaut, um die Ads anzupassen. Bisher wurde in AdWords diese Funktion nur im Fall zweier direkt aufeinander folgender Suchanfragen unterstützt. Das System legt dabei den Inhalt der vorherigen Suchanfrage anhand des Referrer Headers der aktuellen Suchergebnisseite fest. (Ein Referrer Header ist ein Teil der Webseiten-URL, welcher die zuletzt geladene Webseite angibt.) Weitere Infos hierzu siehe Google AdWords-Hilfe
Warum ist dies besonders erwähnenswert?
Das besondere ist die technologische Herausforderung. Wird nur der vorhergehende Suchbegriff berücksichtigt, dann ist kein Cookie erforderlich. Wird allerdings ein Suchbegriff berücksichtigt, der schon vor vier Suchanfragen bei Google eingegeben wurde, dannn muss mittels eines Cookies eine Identifikationsnummer gesetzt werden, um die Suchbegriffe zusammen mit der Nummer zu tracken. Damit kann Google diese mittels des Cookies bestimmten Daten nutzen, um Ads entsprechend des Suchenden zu personalisieren.
[Was ist ein Cookie? Ein Krümel, Keks, eine kleine Information / Textdatei, die von einem Web-Server beim Client/User (über den Browser) im Rechner/PC eingetragen wird, um diesen beispielsweise immer wieder klar identifizieren zu können]
Bis jetzt hatte Google dieses Verfahren nicht bejaht.
Jetzt allerdings bestätigte Google das Testen von Wegen und Möglichkeiten - mittels der Verwendung gesammelter Daten - Ads gezielter den Suchenden zuzuspielen.
Saul Hansell schrieb am 26. Juni in der New York Times einen sehr interessanten Artikel hierzu und schildert seine Nachfrage bei Google - bei einem Produktmanager mit dem Namen Nick Fox:
“Mr. Fox was quick to say that this sort of approach is different from what Yahoo, AOL and others call behavioral targeting. Those sites look at what a user did a few days ago in order to show them ads about the same topic today. Advertising on a search engine, Google believes, is most effective if it relates to what the user is more recently searching for.
“We are trying to understand what the user is trying to do right now,” Mr Fox said. “In some cases, those queries are ambiguous, so you need a little more context.”
Google’s previous system of looking at a user’s immediate past query helped, but sometimes not enough.
“It is probably not just the previous query that matters,” Mr. Fox explained. “You want to know if the user is still doing the same thing. You wouldn’t want to go back a month. You wouldn’t want to go back a day. But you may want to go back two or three queries.””
Grundsätzlich sind die Bestrebungen seitens Google nachvollziehbar und es ist sicherlich im Sinne der Suchenden, der User, wenn die Suchergebnisse nicht nur in Bezug auf den Suchbegriff, sondern auch mit Blick auf die Relevanz für den Suchenden selbst optimiert werden.
Ein schönes Beispiel ist aus dem Reisebereich zu finden:
Ein User sucht bei Google erst nach “Spanien” und dann nach “Reise”. Wird bei der zweiten Eingabe “Spanien” mit berücksichtigt, dann entspricht das dem zweiten Suchanfrage “Spanien Reise”.
Auf Grund simpler Logik ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass der Suchende tatsächlich eine Spanien-Reise sucht.
Gibt der User aber bei Google “Ägypten”, “Griechenland”, “Italien”, “Spanien” und dann “Reise” ein, ist der Fall ein anderer. Dies bestätigt die Notwendigkeit der Berücksichtigung mehrerer vorangehender Suchanfragen.
